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Test "ÖKO-TEST"

Nachgeplappert, aber nicht nachgebaut

Vier irreführende und falsche Aussagen in einem Absatz

Immer wieder findet man bei Öko-Test die Basis für viele irreführende Werbeaussagen: „Naturkosmetische Produkte kommen ohne gesundheitsschädigende künstliche Konservierungsstoffe wie Formaldehyd/-abspalter und halogenorganische Verbindungen aus. Dafür sorgen ätherische Öle oder Antioxidantien wie Vitamin E oder Alkohol. Darüber hinaus sind bestimmte naturidentische, das heißt im Labor natürlichen Substanzen nachgebaute Stoffe wie Benzoe- und Salicylsäure erlaubt.“

Diese Aussage stimmt in vier Punkten nicht. Richtig ist,

1.    dass auch die genannten Konservierungsmittel wie Benzoe- oder Salicylsäure künstlich = synthetisch sind und genauso gesundheitsschädlich sind wie andere Konservierungsmittel,


2.    dass man mit ätherischen Ölen nicht konservieren kann. Hierfür kämen – aber nur theoretisch -  einige ätherische Öle wie Thymian, Teebaum oder Nelke in Frage. Das Fertigprodukt wäre aber unverträglich,


3.    dass diese Stoffe nicht „naturidentisch“ sind. Benzoesäure oder Salicylsäure kommen zwar in Spuren in der Natur vor, aber der Begriff „naturidentisch“ stimmt hier nicht. Dieser Wortschöpfung wird von der Chemieindustrie für aus vielen synthetischen Einzelsubstanzen zusammen gesetzten  Substituten (Ersatz für teure natürliche Rohstoffe) verwendet.  Ökotest dürfte diesen Ausdruck eigentlich gar nicht verwenden,


4.    dass diese Rohstoffe nicht im Labor nachgebaut wurden. Auch dies hat Ökotest ungeprüft der Chemieindustrie nachgeplappert.

Organische Säuren wie Benzoesäure und Salicylsäure gibt es schon fast seit der Zeit der Alchemisten. Benzoesäure wurde schon 1556 von Nostradamus beobachtet. Seit 1851 gibt es die ersten analytischen Methoden zum Nachweis von Benzoesäure.

Seit über hundert Jahren wird Benzoesäure großindustriell synthetisch hergestellt und zum Desinfizieren und Konservieren eingesetzt. Genauso lange ist auch die schädigende Wirkung auf den gesamten Organismus bekannt.

Erst in den 70-er Jahren wurde der Einsatz dieser Konservierungsmittel in Kosmetika hinterfragt. Es war die Großindustrie, die dann das Märchen in die Welt setzte, diese Konservierungsmittel kämen auch in der Natur vor und seien daher unbedenklich. Das Argument mit der Natur hinkt. Formaldehyd, sowie viele andere schädliche Substanzen, kommen ebenfalls in der Natur vor. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie in der Natur meistens absolut unproblematisch sind.


Kurz nach diesem Absatz liest man dann bei Ökotest „Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut und Allergiker legen Wert auf Naturkosmetik. Andere wollen es gar nicht erst darauf ankommen lassen, die Haut durch Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe zu irritieren.“

Blättert man noch eine Seite weiter, entpuppt sich der Artikel in der großen Kosmetikliste als PR-Artikel für Naturalbeauty, einem Online-Shop von Logona, Lavera und Dr. Hauschka. Zwei Absätze weiter wird dann noch redaktionelle Werbung für Weleda gemacht.

Unser Fazit: Das ist nicht mehr das Ökotest-Magazin.

 

 



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 (in Vorbereitung)

Test "Öko-Test"

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