Nomen est Omen. Das gilt auch für das Magazin "Öko-Test".
Wer für andere den Maßstab ganz oben ansetzt, muss zuerst bei sich selbst
anfangen, um den eigenen Kriterien gerecht zu werden. Ein Blick in die
Juli-Ausgabe von Öko-Test zeigt aber, dass die Zeitschrift inzwischen ihren
Namen nicht mehr zu Recht trägt. Ein Beispiel:
Allein 15 der insgesamt 195 Seiten der Juli-Ausgabe von "Öko-Test" widmen sich
dem Thema "Geld & Recht". Wer sich für Geld und Finanzen interessiert, kauft die
Zeitschrift "Capital", "Wirtschaft" oder andere Fachblätter, aber nicht Öko-Test.
Bei Umkartons von Cremes mokiert sich Öko-Test und es gibt Punktabzug für zu
großen Verpackungsaufwand. Doch wie viele Punkte werden für den massiven
Papierverbrauch von Öko-Test aufgrund von Werbung, PR und nicht titelbezogenen
Themen abgezogen? 35 Seiten Werbung und 20 Seiten PR allein in der Juli-Ausgabe
- das sind 39 Millionen Seiten Papier pro Jahr! Wir empfehlen Öko-Test, bei sich
selbst ein Öko-Audit durchführen zu lassen.
Eine ganz andere Frage in diesem Zusammenhang: Kann man bei diesem großen
Werbeaufkommen und der damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Abhängigkeit von
den "Werbepartnern" noch unabhängig und neutral sein? - Das fragt man sich im
Übrigen auch beim Blick ins Impressum:
Dort steht unter Verlag nur "Öko-Test Verlag GmbH". Da fehlt doch einiges.
Warum werden die Eigentumsverhältnisse verschwiegen? Richtig wäre: Die Öko-Test
Verlag GmbH gehört zu 100 Prozent der Öko-Test-Holding AG und diese zu über 50 %
dem Medienkonzern "DD_VG" (im Eigentum der Partei SPD).
Kennt man diese Hintergründe, so versteht man auch, warum Öko-Test in diesem
Heft die an der Sache in keinster Weise beteiligte CDU-Politikerin Angela Merkel
diffamiert. Peinlich für Öko-Test. Mehr darüber lesen Sie in unserem Artikel
"Öko-Test tut weh".