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 "ÖKO-TEST" - Nebenwirkung

Securvital: Öko-Test verliert einen Prozess nach dem anderen

SECURVITAL lässt sich von Öko-Test nicht einschüchtern

16.05.08: Presse & Medien: Blamage für Ökotest

 Quelle: securvital.de

Das kritische Verbrauchermagazin hat eine ganze Serie von Gerichtsprozessen verloren.

Ökotest hat sich einen Ruf als kritisches Verbrauchermagazin erworben. Viele Leserinnen und Leser vertrauen den Tests. Oft und gern (und häufig auch tatsächlich zu Recht) prangert das Heft unter Leitung des altgedienten Journalisten Jürgen Stellpflug Fehler und Täuschungsmanöver von Firmen an, deren Produkte nicht halten, was sie versprechen.

Was aber passiert, wenn Ökotest selbst Fehler macht und dafür kritisiert wird? Bei seriösen Publikationen darf man erwarten, dass sie sich um Aufklärung bemühen, eigene Fehler berichtigen und ihre Leser nachträglich korrekt informieren.

Ökotest allerdings hat einen eigenen Stil entwickelt, der an das Märchen von Rumpelstilzchen erinnert. Das Magazin teilt gern kräftige Kritik aus, reagiert aber höchst allergisch, wenn es selbst kritisiert wird. Wer Fehler in den Ökotest-Heften aufdeckt oder mangelnde journalistische Sorgfalt bei Ökotest rügt, muss damit rechnen, unverzüglich vor Gericht gezerrt zu werden.

Die SECURVITA hat sich davon nicht einschüchtern lassen. Da in den jüngsten Jahren auffallend häufig festzustellen war, dass Ökotest gerade bei komplexeren Artikeln über Gesundheitsfragen und Krankenversicherung unzuverlässig ist, haben wir diese Themen genauer unter die Lupe genommen. Der Eindruck ist erschreckend: Mangelnder Sachverstand und fehlerhafte Recherche bei Ökotest führen nicht selten zu falschen Testergebnissen.

Die Reaktion darauf war Ökotest-spezifisch. Als SECURVITA einige Fehler öffentlich benannte, hagelte es Abmahnungen, Unterlassungsaufforderungen und Verbotsanträge. Doch die Ökotest-Anwälte mussten erkennen, dass berechtigte Kritik nicht einfach mit Zensur und Verboten aus der Welt zu schaffen ist. Bei einer ganzen Serie von Prozessen hat Ökotest in den jüngsten Monaten eine Niederlage nach der anderen erlitten. Die einzelnen Fälle sind aufschlussreich:

Fall 1: Ökotest und Novartis
SECURVITAL berichtete im Artikel „Nebenwirkungen“ darüber, wie Ökotest und der Pharma-Hersteller Novartis mit der Öffentlichkeit umgehen. Ökotest verlangte erfolglos eine Gegendarstellung, danach eine veränderte Gegendarstellung. Außerdem klagte Ökotest auch auf eine Gegendarstellung im Internet. Nach langem Hin und Her vor der Pressekammer in Frankfurt und dann in Hamburg machte Ökotest einen Rückzieher. Die Kosten des Verfahrens trägt Ökotest.

Fall 2: Ökotest und Krebsverdacht
SECURVITA deckte auf, dass im Ökotest-Jahrbuch für Kleinkinder Neurodermitiscremes empfohlen wurden, die unter Krebsverdacht stehen und teilweise für Kinder gar nicht oder für Kleinkinder unter zwei Jahren nicht zugelassen sind. Trotz Fehlereingeständnis weigerte sich Ökotest, eine Korrektur zu veröffentlichen. Vielmehr beantragte Ökotest ein Verbot vor Gericht. Es wurde zunächst  abgelehnt, dann vorübergehend doch erlassen. Schließlich aber scheiterte Ökotest im Hauptsacheverfahren vor dem Frankfurter Landgericht: Das Gericht erklärte sich für nicht zuständig. Ökotest legte Beschwerde ein.

Fall 3: Ökotest und die Werbung
Bis vor das Oberlandesgericht Frankfurt ging das Verfahren, mit dem Ökotest Passagen aus der SECURVITAL 4-2006 verbieten wollte. Unter anderem ging es darum, dass auf der Website von Ökotest unmittelbar neben einem Bericht mit positiver Bewertung eines Novartis-Produkts eine passende Anzeige von Novartis auftauchte. Die Kritik daran empfand Ökotest als ehrenrührig und wollte den Passus verbieten. Die Richter am OLG Frankfurt lehnten im Januar 2008 ein Verbot ab. In der mündlichen Verhandlung belehrten die Richter Ökotest über die Bedeutung der Pressefreiheit. Ein Magazin, das Kritik austeilt, müsse auch Kritik akzeptieren. Die Kosten des Verfahrens trägt Ökotest.

Fall 4: Ökotest und Olivenöl
Dass SECURVITAL einen Olivenöl-Test von Ökotest kritisch unter die Lupe nahm und ihn als „mangelhaft“ einstufte, missfiel offenbar. Ökotest beantragte ein Verbot des gesamten SECURVITAL-Artikels und scheiterte damit wiederum vor dem OLG Frankfurt. Auf Druck des Gerichtes zog Ökotest im Februar 2008 den Verbotsantrag zurück und übernahm alle Kosten des Verfahrens.

Glaubwürdigkeit in Gefahr
Wie blamabel diese ununterbrochene Serie von Niederlagen für Ökotest sein dürfte, ist nur ein Aspekt. Die Entscheidungen sind erfreulich für SECURVITA und für die Pressefreiheit und sollten für Ökotest eine Lehre sein, künftig zuverlässiger zu recherchieren und weniger Fehler zu machen – auch im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit.

Diese ist massiv gefährdet, wenn Ökotest weiterhin Berichte publiziert, denen es an journalistischer Sorgfalt und fachlicher Kompetenz mangelt. Genau das ist aber zu befürchten. Denn zum eigenwilligen Stil von Ökotest gegenüber Kritikern gehört es, sie mit Häme und Unterstellungen zu attackieren.

Es ist bezeichnend, dass der Ökotest-Geschäftsführer Stellpflug im  jüngst erschienenen Buch von Hannes Koch („Soziale Kapitalisten“) als „Machtmensch“ porträtiert wird, der mit dem Kopf durch die Wand will und immer wieder Kleinkriege anzettelt gegen frühere Weggefährten. Diese Erfahrung hat SECURVITA auch schon gemacht, als wir die ehemals enge Zusammenarbeit mit Ökotest aufkündigten (in den Anfangsjahren wurde die Zeitschrift  SECURVITAL gemeinsam mit Ökotest produziert).

Bleibt noch die Frage, ob die Leserinnen und Leser des Ökotest-Magazins über die gerichtlichen Niederlagen von Ökotest sauber informiert werden. Klare Antwort: Nein. Nicht eine einzige Zeile dazu war bis heute im Ökotest-Magazin zu finden. Die eigenen Leserinnen und Leser lässt Ökotest im Dunkeln.

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Ökotest-Selbstdarstellung: „Von den über 100 Prozessen um Testergebnisse hat ÖKO-TEST nur einen - im Jahr 1988 - endgültig verloren.“
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Als Dokumentation zu diesem Thema finden Sie hier den erwähnten Artikel in der SECURVITAL (Ausgabe 4-2006) sowie Informationen über die Krebsgefahr der Neurodermitis-Cremes (SECURVITAL 2-2006).  

Der Deutsche Presserat hat Ökotest wegen schwerer Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht eine öffentliche Rüge erteilt.



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 (in Vorbereitung)

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