Die Kosmetik-Großindustrie fing schon vor dreißig Jahren
damit an Natur und Chemie zu verwechseln. Es wurden alle möglichen Theorien
entwickelt, um den Verbrauchern ein billiges synthetisches Produkt als Natur zu
verkaufen.
Dieses Denken hat sich heute auch in den
Naturkosmetik-Markt eingeschlichen. Auch wenn die verantwortlichen
Marketingleute von der Materie in der Regel nicht sehr viel Ahnung haben, so
müsste ihnen der Unterschied eigentlich klar sein. Der Einfluss großer
Naturkosmetikfirmen und mittlerweile auch multinationaler Großkonzerne macht
sich auch bei den Naturkosmetik-Labels bemerkbar. Bei den meisten werden die
verwendeten synthetischen Substanzen und synthetischen Konservierungsmittel mit
„natürlich“ und „naturnah“ umschrieben.
Nur bei einem Label „Cosmebio“ aus Frankreich werden diese
Konservierungsmittel ganz korrekt als „synthetisch“ bezeichnet. Wir haben dieses
Label nicht getestet, denn in Deutschland ist es nicht bekannt und bis auf diese
ehrliche Aussage deckt sich die Richtlinie nahezu mit Ecocert.
Irreführende oder verschleiernde Auslobungen in Bezug auf
synthetische Substanzen führten zu Abwertung im Test.