LEGENDE ZUM TEST

1 Ausnahme: unproblematische Eisenoxide, Zinkoxid und Titanoxid (ohne Mikropigmente)

2 Negativliste: Formaldehyd, chlorierte Kohlenwasserstoffe, polyzyklische Aromate, Parabene, NLS/ Natriumlaurylsulfat, PEGs,  usw.

3 Jedes Produkt muss einen Mindestanteil an kbA-Rohstoffen haben

4 Von den in kbA-Qualität erhältlichen Rohstoffen müssen mindestens 95 % kbA sein

5 Irreführende Angaben im Prospekt, Katalog oder Website wie natürlich, naturidentisch oder naturnah für synthetische Rohstoffe, nicht überprüfte Auslobungen wie Fair Trade, soziale Verträglichkeit, Tierschutz usw.

6 IHTK: Dieser Verband gehört eigentlich nicht in diesen Test, da sich das Siegel ausschließlich auf Tierversuche und den Tierschutz bezieht. Es ist ein populärer Irrtum, dass damit irgendwelche Qualitätskriterien verbunden sind.

7 Natrue hat ein irreführendes 3-Label-System. Die Labels unterscheiden sich im Anteil der kbA-Anteile, wobei das schlechteste Label Null Prozent kbA hat: also „Naturkosmetik“ ohne Natur? Alle drei Stufen dürfen bis zu 15 % Anteile an synthetischen Stoffen (inkl. synthetischer Konservierungsmittel) besitzen. Die Natrue-Positivliste umfasst cirka 150 synthetische Substanzen, darunter auch Substanzen der Negativliste: Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate (NLS/ Natriumlaurylsulfat).  Alle Natrue-Mitgliedsfrimen kommen vom BDIH und benutzen zur Zeit auch noch das BDIH-Label.

8 Neuform konnte nicht komplett untersucht werden, da sich die Homepage seit mindestens 4 Wochen „im Umbau“ befindet. Es stand somit nur alte Literatur zur Verfügung.

9 BDIH (KN = kontrollierte Naturkosmetik). Dieses Label wird in Lizenz von einem Verband  BDIH vergeben. Irreführend werden die Kriterien als Standard bezeichnet. Der BDIH ist ein Industrie- und Handelsverband, zu dem zu einem geringen Prozentsatz auch Naturkosmetikhersteller gehören.

10 Ecocert ist einerseits ein französisches Kontrollinstitut auf Basis der EG-Bio-Verordnung. Als weiteren Geschäftszweig hat es die Zertifizierung von Naturkosmetika und die Erstellung von entsprechenden Richtlinien aufgenommen. Bis Ende 2008 sind bei Ecocert noch diverse umstrittene Tenside und Parabene zulässig. Ecocert unterscheidet zwischen Eco und Bio, wobei dies nicht klar erkennbar ist. In Frankreich gibt es noch das Label „Cosmebio“, das fast dieselben Richtlinien wie Ecocert hat. Siehe auch „CosmOs“.

11 Die Naturland-Richtlinien haben als Basis die Richtlinien vom BDIH übernommen plus einem vorgeschriebenen Anteil von KbA-Rohstoffen und Naturland-Rohstoffen. Es gibt keine Toleranz gegenüber Rohstoffen gleichwertiger Anbauverbände wie Demeter oder Bioland. Siehe auch „CosmOs“.

12 Die Soil Association sitzt in England und ist, was den kbA-Anteil betrifft, sehr puristisch. Allerdings ist sie in Bezug auf Konservierungsmittel nicht sehr zimperlich. Auch sind die Richtlinien nicht ganz klar definiert, da sich Firmen Ausnahmegenehmigungen erhandeln können. Siehe auch „CosmOs“.

13 Demeter hat die strengsten Richtlinien und würde besser in eine puristischere Kategorie passen. Aus Bio-Sicht ist Demeter das einzige Label ohne jeden Zweifel. Allerdings kann man auf Basis dieser Richtlinien sehr wenige Produktgruppen herstellen. Nachteil dieses Labels ist, dass es produktbezogen vergeben wird. Es gibt keine Toleranz gegenüber Rohstoffen anderer Anbauverbände wie Naturland oder Bioland.

14 NCCO – Certified Natural Cosmetics  ist das neueste Naturkosmetik-Label mit sehr strengen Richtlinien. Wie bei Natrue, so kommen auch die NCCO-Mitglieder von der kontrollierten Naturkosmetik und benutzen teilweise auch das BDIH-Logo.

15 IHTK/ Zugelassene Rohstoffe der Negativliste: Es sind alle Stoffe der Negativliste wie Formaldehyd, chlorierte Kohlenwasserstoffe, polyzyklische Aromate, Parabene, NLS/ Natriumlaurylsulfat, PEGs,  usw. zugelassen.

16 Natrue/ Zugelassene Rohstoffe der Negativliste: Ammonium lauryl sulfate, Sodium lauryl sulfate (NLS/ Natriumlaurylsulfat)

17 Neuform/ Zugelassene Rohstoffe der Negativliste: PEGs

18 „CosmOs“: Nicht berücksichtigt wurden die „in der Harmonisierung befindlichen“ Richtlinien von „CosmOs“. Man kann aber davon ausgehen, dass die CosmOs-Richtlinien nicht besser sein werden, als die der beteiligten Organisationen wie Ecocert, Soil, Naturland und BDIH.